Es war mal wieder soweit. Ich habe es gewagt. Vieles in mir sprach dagegen, wenig dafür: Ich bin mal wieder in einem Multiplex gegangen, um mir dieses mal "Ring" anzuschauen. An der Kasse wünscht ein freundlicher Mann viel Spaß beim Film. Oh - so dachte ich bei mir - vielleicht wird es ja doch ganz gut. Im Kinosaal angekommen, saß auch prompt einer dieser brabbelnden Popcornmampfer auf meinem Platz. Egal, daneben war noch Platz frei. Scheinbar aber auch nur. Hätte ich lieber sofort das Weite gesucht. Denn was sich anschließen sollte war schlichtweg unmöglich. Hinter mir versammelte sich eine Horde hochgestilter, kurzröckiger (auch hier in Dortmund gibt es dieser Tage Minusgrade), dickbeschminkter - um kein Vorurteil auszulassen - popcorneimerbehangener Geräuschabsonderer. Links von mir schien ein Teil den Film schon gesehen zu haben. Mir wurden also keinerlei Details der zukünftigen Handlung vorenthalten. Gut so. Hinter mir dagegen wurde immer wilder spekuliert, wer denn nun wer sei und, ob das nicht der sei, der wo am Anfang mit dem anderen... Die Einblendungen (1.Tag, 2.Tag etc.) musste ich mir auch nicht durchlesen. Das wurde schon für mich erledigt. Lauthals. Und das über den ganzen Film hinweg. :( So, genug des Frustes. Sicherlich kennt der ein oder andere das Phänomen. Nicht, dass ich mich nicht während des Films lautstark über diese Bande filmfeindlicher Menschen echauviert hätte, was jedoch eher ein gegenteiliges Ziel verfolgt hat. Die Meute wurde sogar lauter, ich wurde angegriffen und es wurde noch mehr gelabert. Fazit: Ein Multiplex sieht mich bei Filmen, die ich auch wirklich sehen will in Zukunft nur noch in Vorstellungen mit O-Ton, Mitternachtsvorstellungen, mitten in der Woche oder aber gar nicht.

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