Bändchen

So lautete das Motto der Labortage 2019. Es greift den Mut zum Unfertigen und den Zauber des Anfangs auf. Und es scheint mir sagen zu wollen: "Versuche, zu beginnen, auch wenn du scheiterst. Scheitere, aber habe Spaß dabei. Vielleicht entsteht etwas Neues und Spannendes."

Und so ließ ich mich mit vielen anderen am Wochenende vom Freitag, 8.11. bis zum Sonntag, 10.11. darauf ein. Es lockten ein Vortrags- und Workshopprogramm, Essen, Getränke und jede Menge normle Leute.

Mit einem Mithacker (GUM) habe ich einen kleinen CTF-Wettbewerb organisiert sowie einen Vortrag über FlipDot-Displays gehalten.

CTF-Spendendose und Flipdotanzeige

CTF

Der von uns organisierte CTF-Wettbewerb forderte uns fast alle Challenges ab, die wir uns im Jahr zuvor überlegt hatten. Wir habe den Wettbewerb für Einsteiger konzipiert, doch fanden auch einige erfahrene Hacker ihren Spaß am Entdecken der Flaggen im technischen Strom der Digitaltechnik.

Technisch haben wir den Wettbewerb auf zwei Hetzner-Servern umgesetzt: auf einem lief die Verwaltungssoftware CTFd, dem anderen mussten einige Flaggen entlockt werden. In einem kleinen Einstiegsvortrag haben wir das Konzept CTF vorgestellt und alle Teilnehmer*innen eingeladen, mitzumachen.

Erstmals konnte ich ein CTF von der Veranstalterseite erleben. Und ich muss sagen: Es macht Spaß, die Leute motiviert an den Aufgaben sitzen zu sehen: Artikel lesend, Quelltexte maßierend und die Haare raufend. Hier und da mussten Fragen geklärt und Probleme gelöst werden. Und dann waren da noch die vielen Fragen nach neuen Challenges. Wir konnte noch das ein oder andere Bonbon präsentieren, die guten Gruppen jedoch nicht lange damit aufhalten. Und so gab es am Ende nicht nur einen Sieger, sondern gleich mehrere.

Der folgende Graph zeigt noch einmal das Abschlussbild der Teams und der gefunden Flaggen zusammen mit dem Eifer, der besonders in den Nachtstunden zum Tragen kam.

CTF-Statistik

Flipdotanzeigen

Zur Ansteuerung von Flipdotanzeigen stand am Samstag ein Vortrag von uns auf dem Programm. Wir hatten uns explizit keine Folienpräsentation vorgenommen, sondern versucht, das Thema über ein Handout, eine Dokumentenkamera und eine Live-Demo zu transportieren.

Zu Beginn sollten wir jedoch auf eine harte Probe gestellt werden, als der vorige Vortrag 30 Minuten überzogen und unsere geplante Umbauzeit damit komplett aufgebraucht hatte. Zusätzlich wollte sich das Display zunächst nicht recht ansteuern lassen. Der Schuldige (eine lose Steckbrücke) war jedoch schnell gefunden und wir konnten den Vortrag halten. Den Nachfragen nach zu urteilen ist das Thema scheinbar gut angekommen.

Resümee

Ich hatte den Eindruck, dass es bei den Besuchern, und so auch bei mir, ein großes Bedürfnis gab, etwas »zu hacken«: aktiv zu sein, Spaß zu haben mit der Technik und am Gerät. Das Vortragsprogramm selbst schien mir dagegen weniger wichtig zu sein. Auch die Länge der Vorträge selbst ist sicher nicht jedem Inhalt gerecht geworden. Selten wurden Inhalte so dargestellt, dass sie einen Vortrag benötigen, der mehr als zwanzig Minuten Länge verträgt. Hier würde ich mir für die Zukunft eine Umgestaltung wünschen.


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